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03.August 2014

20:00 Alter: 3 yrs

Rauchfrei BLEIBEN

„Mit dem Rauchen aufzuhören, ist kinderleicht. Ich habe es schon hundertmal geschafft“ – dieser Satz von Mark Twain wird oft zitiert, wenn es um das Thema Rauchstopp geht.


Er bringt auf den Punkt, was einige Menschen bei ihren Rauchstoppversuchen erleben: Der Absprung gelingt, irgendwann holt sie das alte Verlangen nach der Zigarette ein und sie fangen wieder an. Die häufigsten Gründe für einen erfolglosen Ausstiegsversuch sind Stress, ein Rückfallen in alte Gewohnheiten und ein übermächtig erscheinendes Verlangen nach dem Glimmstängel. Manchmal führt auch Frust über eine Gewichtszunahme dazu, dass wieder zur Zigarette gegriffen wird. Andere Menschen wiederum werden übermütig – sie glauben, das Thema „hinter sich zu haben“, weil sie eine Zeit lang kein großes Verlangen nach der Zigarette verspüren. Sie sind dann nicht darauf vorbereitet, wenn einige Wochen nach dem „Tag X“ die Lust zu Rauchen wieder da ist.

Es gibt bewährte Tipps für ein erfolgreiches „Dranbleiben“, eine Auswahl davon stellen wir Ihnen vor:

Ruhe bewahren: Plötzlich auftretendes Verlangen nach einer Zigarette ist eine typische Begleiterscheinung einer Tabakentwöhnung. Auch noch längere Zeit nach dem Rauchstopp kann es vorkommen, dass Sie kurzzeitig wieder Lust auf das Rauchen bekommen. Wichtig: Das ist kein Zeichen dafür, dass Sie „noch nicht so weit sind“ oder dass ein Rückfall vor der Tür steht. Entscheidend ist vielmehr, wie Sie auf den Verlangensimpuls reagieren. Denn zunächst einmal ist es „nur“ ein Impuls, auf den sie auf unterschiedliche Weise reagieren können. Denn:
Wer gut vorbereitet ist, wird vom Rauchverlangen nicht so leicht überwältigt – nach dem Motto: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Schreiben Sie zum Beispiel einen Notfallplan mit 3 bis 5 Strategien, die Sie in so einem Verlangensmoment anwenden können. Den Notfallplan können Sie zum Beispiel in Ihr Portemonnaie oder Ihre Tasche stecken – so sind Sie immer bestens ausgerüstet. Nehmen Sie sich für die Erstellung des Notfallplans ruhig etwas Zeit. Die einzelnen Maßnahmen sollten umsetzbar sein und zu Ihnen passen. Auf dem Notfallzettel könnte zum Beispiel stehen
Ich lenke mich ab mit ____
Ich rufe ____ an.
Ich verlasse sofort den Ort, an dem das Verlangen aufgekommen ist
Ich erinnere mich an meine Rauchstopp-Gründe: ___
Nach dem Rauchstopp geht es mit dem Genuss erst richtig los. Planen Sie für jeden Tag Genusseinheiten ein. Auch hier ist wieder eine schriftliche Liste hilfreich. Um auf gute Ideen zu kommen, können Sie zum Beispiel einmal alle Sinneskanäle durchgehen und überlegen, worin für Sie „auf diesem Kanal“ Genuss besteht: Was hören Sie beispielsweise gerne – ein Hörbuch, ein klassisches Konzert oder lieber eine Entspannungs-CD? Oder möchten Sie mal wieder ganz bewusst Stille wahrnehmen? Nach einem Rauchstopp können Sie auch besser riechen, nutzen Sie das für intensive Genusserlebnisse – mit Hilfe von Aromaölen, im Garten oder beim Kochen. Gehen Sie dann die anderen Sinne durch (Sehen, Schmecken, Fühlen) und vervollständigen Sie Ihre ganz persönliche Genuss-Liste.
Legen Sie sich ein Rauchfrei-Symbol zu, das Sie bei sich tragen. Es sollte möglichst persönlich und positiv besetzt sein. Das kann zum Beispiel das Bild eines Baumes sein, der durch Wind bewegt wird – als Symbol für (rauchfreie) Frischluft. Das Bild können Sie sich zum Beispiel auf das Handy laden oder ausgedruckt mit sich tragen – als Erinnerung an Ihr neues Leben als Nichtraucherin oder Nichtraucher.
Selbstbeobachtung: Finden Sie heraus, mit welchen Situationen, Orten oder Stimmungen ein (verstärktes) Rauchverlangen zusammenhängt. Meiden Sie zu Beginn der Tabakentwöhnung „schwierige“ Orte bzw. Situationen und entwickeln Sie Alternativen. Wenn Sie beispielsweise immer auf dem Weg zur Arbeit geraucht haben, nehmen Sie jetzt einen anderen Weg oder gestalten Sie die Fahrt anders (andere Musik, etwas Leckeres zum Knabbern, etc.). Beginnen Sie den Arbeitstag mit einem neuen Ritual, einer Tasse Tee oder Cappuccino statt dem Glimmstängel.