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05.April 2015

21:20 Alter: 2 yrs

Ab und zu eine rauchen? Drei Gründe dagegen

„Ich bin Gelegenheitsraucher, ich rauche bei jeder Gelegenheit“. Zugegeben, der Spruch ist alt, aber offenbar immer noch im Umlauf.


Zumindest wurde er vor kurzem noch einmal in einem rauchfrei Chat zitiert. Zuerst als Witz, aber dann wurde doch ernsthaft darüber diskutiert, ob es ein erstrebenswertes Ziel sein könnte, „nur ab und zu eine zu rauchen“, zum Beispiel auf Partys oder „ein, zwei Zigaretten zum Feierabend“. Letztendlich wurde man sich dann doch schnell einig, dass das Risiko für einen Rückfall in alte Rauchgewohnheiten viel zu groß wäre, wenn man sich ab und an gestatten würde, eine Zigarette zu rauchen. Einige der Chat-Besucherinnen und Besucher haben diese Erfahrung sogar schon gemacht. Sie berichteten darüber, dass sie sehr schnell wieder bei ihrer früheren Zigarettenmenge gelandet seien. „Gelegentliches Rauchen“ ist also definitiv keine Strategie, die die rauchfrei-Community empfehlen würde.

Was bei der Diskussion im Chat etwas zu kurz kam: Selbst wenn es gelänge, nur wenige Zigaretten pro Tag oder Woche zu rauchen, wäre das aus gesundheitlicher Sicht nicht zu empfehlen. Denn auch gelegentliches Rauchen ist eindeutig gesundheitsschädlich. So steigt das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung schon ab wenigen Zigaretten pro Tag deutlich an – vor allem durch den erhöhten Kohlenmonoxidspiegel im Blut und der daraus folgenden schlechteren Versorgung des Körpers mit Sauerstoff. Auch geringe Mengen Zigaretten fördern die Entstehung von Arteriosklerose – eine Erkrankung, bei der sich die Blutgefäßwände verengen und verhärten. Die Folge: Der Blutfluss und damit die Sauerstoffversorgung des Herzens werden eingeschränkt, die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts oder einer peripheren Verschlusskrankheit (eine Verengung der Arterien in Armen und Beinen) nimmt zu.

Aber auch das Krebsrisiko steigt schon bei wenigen Zigaretten. Dazu die Einschätzung des Krebsinformationsdienstes: „Auch wenige Zigaretten pro Woche sind nicht unbedenklich. Beim Verbrennen von Tabak wird eine Vielzahl von Stoffen freigesetzt, die nachweislich krebserzeugend sind oder zumindest in diesem Verdacht stehen. Einen unteren Grenzwert gibt es nicht: Auch wer wenig raucht, hat statistisch ein höheres Krebsrisiko als ein echter Nichtraucher.“

Zwei wichtige gesundheitliche Gründe also, die gegen das gelegentliche Rauchen sprechen. Als dritter Grund kommt noch die zu Beginn beschriebene Gefahr einer „unmerklichen“ Steigerung der Zigarettenmenge (und damit des Gesundheitsrisikos) hinzu.