Meine eigene erfolgreiche Raucherkarriere begann 1987 und endete 2005.

Mein Name: Volker Schmitgen

  • Personal Coach
  • Mitglied im Bundesverband Deutscher Psychologen e.V.
  • Stud. Psychologie (Bsc) Hagen
  • NLP Master und Practitioner zertifiziert nach den Richtlinien des DVNLP e.V.
  • gelisteter Anbieter des dkfz. Deutsches Krebsforschungzentrum und der WHO

Meine ganz persönliche Geschichte der Raucherkarriere:
Bis ich circa 15 Jahre alt war wußte ich gar nicht, wie Rauchen ist, aber ich fand Rauchen blöd. Ich meinte, etwas besseres zu sein. Gesund. Sportlich. Unglaublich cool.Dann fuhren wir mit der Klasse nach Texel. Eine Schulfahrt in einen Ferienwohnpark und wir hatten mit 4 Jungs/Mädels jeweils einen Bungalow.
Abends, bei der üblichen Party, waren die Raucher gar nicht so doof. Auch einer meiner Freunde qualmte.
So habe ich auch mal einen Zug genommen und den hab ich gar nicht vertragen. Ich konnte es nicht - das mit dem Rauchen. Mir war schlecht, schwindelig, der Schweiß stand mir auf der Stirn, ich habe erfolgreich gehustet wie eine alte Lokomotive. Es schien gar nicht so einfach zu sein. Rauchen muss man wohl üben.
Die nächsten Tage habe ich es immer mal wieder probiert. Paffen ging schon ganz gut. Aber pafft Mann Zigaretten? Also rein in den nächsten Supermarkt auf Texel und erstmal ein paar hochwertige Zigarren geholt. Die gute Fehlfarbe. War das cool, so den Abend zu verbringen. Endlich waren wir alle eine erwachsene Gemeinschaft. Paffen ging.
Wieder zu Hause habe ich dann zunächst weiter gepafft und mir meine erste Schachtel gekauft. Wir sind zum Sportplatz gefahren und ich habe das erste mal inhaliert. Das hat mich umgehauen. Ich lag da und habe in den blauen Himmel geschaut. Es war warm und in meinem Kopf drehte es sich. Was für ein Rausch. Ich konnte rauchen.
Das habe ich dann weiter geübt und gefestigt. Aus einer wurden zwei Zigaretten. Dann fünf und im Urlaub in Holland hatte ich mich soweit trainiert, dass ich bis zu 12 Zigaretten am Tag schaffte. Zwar nur leichte, aber immerhin. Natürlich waren es "leichte" Kippen, so wähnte ich mich in meiner Sicherheit, davon nicht abhängig zu werden. Aber ohne... Mir würde schon was fehlen.
Irgendwann wurde mir Rauchen zu teuer. Also habe ich mir, kreativ wie ich war, angewöhnt, zu drehen. Purer Genuss und so kam ich mit dem gleichen Geld viel weiter. Ich brauchte nicht mehr bewusst darauf zu achten, wieviel ich rauchte. Auch abends, wenn wir um die Häuser zogen, qualmte ich eben soviel ich mochte. Wieviel es waren, merkte ich erst, wenn die Packung leer war.
Jahre später habe ich nach einem Studium einer Nichtraucherlektüre mit der Schlußpunktmethode kurzeitig mit dem Rauchen aufgehört. Wie habe ich die Tage gelitten.... „Volker denk nicht an das Rauchen“ und die Stunden gezählt, die ich ohne Zigarette war. Viele dieser Stunden waren die Hölle. Ich war aggressiv. Die Welt war dunkel, ich nervös, aufgedreht, die Lunge quietschte und schmerzte, ich stand unter Strom. „Nie wieder Zigaretten“ versprach ich mir und meinem Körper.
Ich hing in einem tiefen Loch, kalt, dunkel, sah kein Licht am Ende des Tunnels. Da hatte ich mich selbst rein manövriert. Nach vier Wochen wurde es besser. Und nach drei Monaten habe ich mir einmal die Woche mit einer echten, nun kubanischen Zigarre zu meinem rauch-freien Leben gratuliert. Das war lecker, dieser Geschmack auf der Zunge, der Rauch.....
Da ich mir geschworen hatte, nie mehr Zigaretten zu rauchen, habe ich mir von nun an Zigarillos gekauft.
Bis 2005 war ich bei circa 30 Zigarillos am Tag. Kein Rekord, aber mehr als ich bewusst wahrnahm und ich war seit geraumer Zeit wieder genauso abhängig wie zu meiner Zigarettenkarriere.
Ich wollte nicht mehr rauchen. Konnte es aber auch nicht lassen. Durch das dunkle Tal des kalten Entzugs wollte ich nicht wieder gehen. Aber Rauchen hatte ich eben satt. Die Kurzatmigkeit, das Unwohlsein, der Husten....
So kam ich zum rauch-frei Lernplan. In vier Wochen habe ich verlernt, zu rauchen. Mal eben eine anzünden wenn das Telefon klingelt, ging nicht mehr.
Ich war nach ca. 2 1/2 Wochen nicht mehr abhängig. Und das ohne Schmerzen. Jeder Tag machte mehr Freude, motivierte mich, wurde schöner, strahlender. Attraktive Erinnerungen kamen zurück: der tolle Geschmack, meine Partnerin zu küssen, das gute Glas Wein, der Duft der Blumen. Es bot sich mir wieder eine buntere Welt dar - und mein Empfinden, mein gesünderes Körpergefühl kehrte zurück.

Nach knapp vier Wochen war es soweit. Der letzte Tag: ich wollte vor dem zu Bett gehen noch einmal eine rauchen, Abschied nehmen - und konnte es nicht mehr. Ich habe es verlernt. Bis heute.